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Deutsche Hochschulmeisterschaft

Freitag, 09.07.2010, von Carlo Gregarek

Die Reise zur Endrunde der Deutschen Hochschulmeisterschaft begann schon am Donnerstagabend um 22:22 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Mit einem Nachtzug ging es Richtung Konstanz. Sehr gut waren die Schlafabteile, die wir nutzen konnten, um die Nacht in der Horizentalen verbringen zu können. Pünktlich kurz nach 9 Uhr wurden wir in Konstanz von einer Delegation des Konstanzer Hochschulsport empfangen und zu unserem Zeltplatz auf dem Wassersportgelände der Uni Konstanz gebracht. Direkt am Bodensee! Die Zelte wurden schnell aufgestellt, damit wir uns sofort im Bodensee erfrischen konnten. Denn um 17:30 Uhr sollte unser erstes Gruppenspiel gegen den Gastgeber stattfinden.

Dieses ging das Berliner Team auch konzentriert an und führte schnell 10:5. Eine kleine Schwächsphase sorgte für eine Verkürzung auf 10:8. Bis zur Pause konnte man aber das Ergebnis wieder besser gestalten und führte nach der ersten 20 Minuten 14:9. Nun wurde schon fleißig durchgewechselt und am Ende sprang ein klares 28:15 heraus. So konnte man nun etwas beruhigter auf die abends geplante Party gehen. Hierfür hatte eine Bierbrauerei, die als Hauptsponsor fungierte, eine Autofähre gemietet und sie zu einem Partyschiff umfunktioniert. Auch mitten auf dem Bodensee machten die Berliner eine sehr gute Figur. Mit diversen Tanzeinlagen versüßte man sich den Abend/die Nacht.

Am Samstag konnte unser Team einigermaßen ausschlafen, da wir erst das Mittagsspiel bestreiten mussten. Gegner war nun die Uni Kassel. Trotz diverser Ausfälle machten sie uns das Leben ganz schön schwer und das klare Ergebnis von 24:18 spiegelt nur schlecht den Spielverlauf wider. Da Kiel gegen Konstanz noch höher gewonnen hatte als unser Team, mussten wir noch mindestens einen Punkt im letzten Gruppenspiel holen, um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Doch schon nach wenigen Minuten im dritten Gruppenspiel war klar, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde. Schon on der ersten Halbzeit konnte man ein wenig durchwechseln, um Kräfte für den nächsten Tag zu sparen. Am Ende stand ein 25:18 und damit der klare Gruppensieg. Nun galt es, sich auf das Viertelfinale der Deutschen Fussballer zu konzentrieren. Gemeinsam sahen es alle Handballer der Gruppe B zusammen in der Universitätssporthalle auf einer Leinwand und feierten unsere Kicker lautstark nach dem Sieg gegen Argentinien. Danach ging es zum Abendessen und der damit verbunden zweiten Player´s Night, welche jedoch für viele früher endete als am Tag davor.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen, sah man sich zuerst das andere Halbfinale von Kassel gegen Stuttgart an. Die Kasseler Mädels schlugen sich trotz weiterer Verletzung recht gut und hätten den Einzug in sFinale auch verdient gehabt. Leider war das Schiedsrichtergespann anderer Meinung und so zog Stuttgart dann mit einem 22:18 als erstes in das Finale ein. Sehr konzentriert gingen unsere Frauen dann in das Spiel gegen die Uni Tübingen. Von der ersten Sekunde an, wurde unsere Nationalspielerin Christine Beier in kurze Manndeckung genommen. Doch Reserve-Nationalspielerin Friederike Gubernatis und Bundesligaspielerin Janine Wegner sprangen sofort in die Bresche. Auch die anderen Spielerinnen, die nach und nach eingwechselt wurden, fügten sich nahtlos ein und so wurde der Vorjahreszweite klar mit 25:15 besiegt. Nun kam etwas Hektik auf. Denn man musste die Zelte abbauen und schnell zur 6 km entfernten Halle fahren. Dort angekommen, bemerkte man, dass es dort schon eine Verzögerung von über einer Stunde gab. Doch die Kieler Männer waren nicht mehr mit voller Mannschaft vor Ort und so konnte das Spiel um Platz 3 ausfallen. Tübingen gewann dann klar gegen Kassel im Spiel um Platz 3 bei den Frauen.

Das Finale gegen Stuttgart begannen die Berlinerinnen sehr nervös. Wieder wurde Christine Beier sofort manngedeckt.  Im Angriff lief man viel, ohne den nötigen Druck zu entwickeln. In der Abwehr, bisher das Prunkstück unseres Spiels, war man oft ein Schritt zu langsam. Schnell hieß es 3:8 aus unserer Sicht. Die Auszeit musste her und sie griff sofort. Eine Überzahlsituation nutzte man und konnte schnell auf 7:8 verkürzen. Nun war man dran und das Spiel verlief auf Augenhöhe. Für uns in diesem Turnierverlauf das erste Mal. Sekunden vor Schluss konnte dann Christine Beier mit einem 7m-Wurf ausgleichen und uns in die Verlängerung werfen. Dort konnten wir uns dann schnell absetzen und verteidigten die Führung bis zum Schluss. Der Schlusspfiff ging im Jubel unter. Auch die Stuttgarterinnen waren mit dem Spiel  und dem Ergebnis (26:24) zufrieden.

Nach dem Männerfinale, welches die Uni Leipzig nach Verlängerung gewann, kam es zur Siegerehrung. Alle erhielten eine goldene Anstecknadel und zusätzlich gab es drei 5l-Fässer Bier für die Heimreise. Diese ging genauso Reibungslos vonstatten wie die Hinfahrt und pünktlich um 01:25 Uhr kamen die neuen Titelträger im Berliner Hauptbahnhof an.

Ich möchte anmerken, dass (entgegen bisherigen Berichten) die Mannschaft in keinster Weise ein Problem damit hatte, in Zelten zu übernachten! Im Gegenteil, wir möchten uns recht herzlich beim Berliner Hochschulsport, insbesondere Wolfgang Schatz, für die tolle Organisation bedanken! Wir hoffen, dass die weitere Zusammenarbeit genauso gut verläuft!

Kader: Franziska Korte (ProSport 24 Berlin), Marie-Christin Schossig (MTV Altlandsberg), Christine Beier, Janine Wegner, Anja Scheidemann, Friederike Gubernatis (alle Frankfurter HC), Maria Bohle (SG ASC/VfV Spandau),  Katrin Fischer, Theresa Loll (beide Berliner TSC), Juliane Rüh (Spreefüxxe Berlin), Beate Kautz (vereinslos), Carlo Gregarek (Trainer), Georg Fischer (Co-Trainer), Svana Engelhardt (Betreuerin)

Foto: Carlo Gregarek

 

 
Sa, 11. Sep 2010 16:00 Uhr
HF HUK
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: Berliner TSC
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Josefine Wenzel
Josefine Wenzel