Home Sonntag, 29.01.2011: Berliner TSC - HF HUK

Sonntag, 29.01.2011: Berliner TSC - HF HUK

Freitag, 27.01.2012

Erleichterung beim Berliner TSC – Vorfreude auf die HF HUK am Sonntag

Der Start in die Rückrunde ist geglückt. Ein Heimsieg gegen die HSG Hude/Falkenburg und ein Sieg beim Rostocker HC am letzten Wochenende haben das Punktekonto des Berliner TSC auf nun 17 nach 15 Spieltagen anwachsen lassen.  Das sind immerhin sieben mehr als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison. Und da der Vorsprung auf den Abstiegsplatz, zur Zeit eingenommen vom VfL Bad Schwartau auf inzwischen 8 Punkte angewachsen ist, kann man getrost davon sprechen, dass der Berliner TSC in dieser Saison mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen wird. Die Mannschaft orientiert sich nun an neuen Saisonzielen.

Hört man sich um, dann ist eine Einigkeit noch nicht herauszuhören. Von „Platz 5“ über „einstelliger Tabellenplatz“ bis hin zum doch noch genannten „Noch sind wir nicht sicher“ geht es bunt durcheinander. Aber man merkt die Erleichterung über die erzielten Punktgewinne. Ganz anders wäre das Alles gewesen, wenn die letzten beiden Spiele nicht gewonnen worden wären.

Besonders der Sieg am letzten Samstag wird am Saisonende vermutlich als entscheidender Wendepunkt im Saisonverlauf gesehen werden. Die Rostocker, wieder erstarkt nach schlechter Hinrunde, wurden in eigener Halle recht sicher geschlagen. Und das ohne Vivien Schwarz, die aufgrund von Knieproblemen sicherheitshalber aussetzte. „Ohne Vivien gewinnen die kein Spiel“ hört man gerne mal, wenn man auf der Tribüne die Ohren spitzt. Doch, tun wir! Und wie. Die Rostocker Presse sah zwar, vermutlich euphorisiert durch das Lob von TSC-Trainerin Kristina Richter nach dem Spiel, den Berliner TSC nur als glücklichen Sieger, der nur von den Fehlern und Fehlwürfen der Rostocker profitierte. Erwähnen wir dabei mal nicht, wie Stephanie Roscher es um die 40ste Minute herum schaffte, innerhalb 100 Sekunden drei Konter zu verwerfen und da eine frühzeitige Entscheidung des Spieles verpasste.

Zum Spielverlauf: Nach 19 Minuten gab der Gastgeber letztmalig seine Führung ab, fortan bestimmte der TSC das Spielgeschehen mit einer Führung im Rücken. Einmal hatte man Glück nicht mehr in Rückstand zu geraten. Beim Stand von 18:18 nach 44 Minuten hielt Klette im Tor einen Konter in hervorragender Manier, der Gegenstoß wurde umgehend von Ulli Hamann wieder zur Führung genutzt. Man merkte den Rostockern an, dass es einerseits ein Segen ist, das Katrin Horke wieder dabei ist. Gerade in der ersten Halbzeit gab es mit ihr die stärksten Phasen im Rostocker Spiel. Es aber andererseits auch ein Fluch ist, denn in den letzten zehn Minuten, als sie wieder auf das Feld kam, sollte fast jeder Angriff über sie gehen. Wie im Hinspiel entschieden die Berlinerinnen das Spiel zwischen der 47. und 54. Minute und setzten dem Spiel in der letzten Minute mit einem sehenswerten Spielzug die Krone auf.
Unsere Mannschaft in Rostock: Juliane Meyer, Isabel Reiner – Julia Fritsche 6, Ulrike Hamann 5/1, Julia Goldhagen 3, Stephanie Roscher 3, Christiane Wiechert 3, Caroline Hoth 2, Nicole Hagemann 2, Stefanie Rochlitz 1, Karolin Sense 1, Julia Jähnke 1, Franziska Gabel, Magdalena Iwanow.

Noch einmal Danke an die mitgereisten Fans, die dieses Spiel zum gefühlten Heimspiel machten. Auch ihr habt diese zwei Punkte mitgewonnen!

Am, für ein Heimspiel, ungewohnten Sonntag geht es nun gegen die HF HUK weiter. Wegen des Sechstagerennens im Velodrom musste der TSC auf diesen Termin, 16:00 Uhr, Ballspielhalle (nur 350 Meter entfernt), ausweichen. Und aufgrund dem mit 10.000 Zuschauern ausverkauften Velodrom wird die Parkplatzsituation um die Halle aussichtslos sein. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich.

Im Hinspiel konnte der Berliner TSC am dritten Spieltag in Henstedt-Ulzburg knapp mit 28:27 gewinnen. Das Ergebnis sieht knapp aus, relativiert sich aber, wenn man auf den Spielverlauf guckt. Die Berlinerinnen führten kaum sieben Minuten vor dem Ende eigentlich sicher mit 28:23, brauchten dann aber einen von Isabel Reiner gehaltenen Siebenmeter in der letzten Minute, um die eigentlich schon gesicherten zwei Punkte nicht zum Teil wieder abzugeben.
Da das Spiel erst am Sonntag angepfiffen wird, nutzte die Mannschaft die Zeit am Donnerstagabend, wo eigentlich das Abschlusstraining mit Videostudium ansteht, auf Einladung ihrer Trainerin Kristina Richter für einen entspannten Besuch der Eröffnungsveranstaltung des 101. Berliner Sechstagerennens. Nur wenige Meter von ihrer eigentlichen Heimspielhalle entfernt erlebten einige erstmalig eine solche Veranstaltung. „Ich fand es großartig“ strahlte nach Mitternacht Christiane Wiechert, „ich hatte noch nie Radrennen in der Halle live und so nah gesehen.“

Das ausgefallende Abschlusstraining holt  die Mannschaft nun am Samstagvormittag nach. „Natürlich wollen wir gewinnen.“ gibt Stephanie Roscher die Marschrichtung für das Spiel vor, „Wir kennen die HF HUK genau, haben im Training deren Spielweise simuliert.“. Wie die Rostocker eine Woche vorher, freuen sich auch die HUK´er gerade über einen Sieg gegen den TSV Owschlag. Dabei loben sie ihre Defensive sehr, gegen die die Owschlager kein Mittel gefunden haben. Bemerkenswert für eine Mannschaft, die im bisherigen Saisonverlauf zwar sehr viele Tore warf, aber eben manchmal auch noch viel mehr hinein bekam, und so die Spiele verlor. Kopf der Mannschaft ist Tina Pejic, letzte Saison Torschützenkönigin der Liga, dieses Jahr bereits wieder auf Platz 3 dieser Liste. Nur die in dieser dritten Liga unterforderten Bianca Trumpf von den Füchsen und Melissa Luschnat von Buxtehude warfen mehr Tore als das HUKer Eigengewächs, die vor der Saison etliche Angebote anderer Mannschaften ausschlug und ihrem Stammverein die Treue hielt.

Der Berliner TSC wird Kreisläuferin Julia Jähnke ersetzen müssen, die mit einer schweren Erkältung nicht einsatzfähig sein wird.

Zum Abschluss dieser Zeilen liste ich noch mal die Ergebnisse der letzten drei Spiele beider Mannschaften aus Sicht der Berlinerinnen auf: 25:26, 22:20, 28:27.

Wenn das keine Spannung für den Sonntag verspricht. Noch ein Grund mehr, um 16 Ihr in der Ballspielhalle des Berliner TSC zum Spiel gegen die HF HUK zu kommen.

Fotos: Thomas Kraft

 
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1. Frauen im Portrait
Christiane Wiechert
Christiane Wiechert